Bruxismus ist gewohnheitsmäßiges Pressen oder Knirschen mit den Zähnen — nachts oder tagsüber. Neben dem Abrieb der Zähne kann er Schmerzen der Kaumuskeln, Verspannungen im Schläfenbereich und morgendliche Kopfschmerzen verursachen.
Bruxismus — wann mit Zähnepressen zum Neurologen
Bruxismus ist gewohnheitsmäßiges Pressen oder Knirschen mit den Zähnen — nachts oder tagsüber. Neben dem Abrieb der Zähne kann er Schmerzen der Kaumuskeln, Verspannungen im Schläfenbereich und morgendliche Kopfschmerzen verursachen.
Beschreibung des Problems
Bruxismus hat meist mehrere Ursachen: Stress und Anspannung, Schlafstörungen, bestimmte Medikamente oder Genussmittel. Häufig tritt er zusammen mit Kopfschmerzen und Beschwerden der Kiefergelenke auf.
Die Behandlung ist in der Regel mehrgleisig — sie umfasst u. a. den Schutz der Zähne (z. B. mit einer vom Zahnarzt angepassten Aufbissschiene), die Arbeit an Gewohnheiten und Anspannung sowie die Behandlung der Schmerzen.
In ausgewählten Fällen kann der Neurologe die Gabe von Botulinumtoxin in übermäßig angespannte Kaumuskeln vorschlagen, um deren Kontraktionskraft zu verringern. Über die Indikation entscheidet der Arzt nach der Konsultation.
Häufigste Symptome
- nächtliches Zähneknirschen, von Angehörigen bemerkt
- Zähnepressen tagsüber, z. B. bei Konzentration
- Schmerzen oder Ermüdung der Kiefermuskulatur nach dem Aufwachen
- morgendliche Kopfschmerzen im Schläfenbereich
- abgeriebene, empfindliche oder brechende Zähne
Wann zum Arzt
- wenn Schmerzen der Kiefermuskulatur oder Kopfschmerzen wiederkehren
- wenn die Beschwerden trotz Schiene anhalten
- wenn das Zähnepressen von Schlafstörungen begleitet wird
- wenn der Zahnarzt Anzeichen von Zahnabrieb festgestellt hat