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Wann sollte man mit Kopfschmerzen zum Neurologen gehen?

Die meisten Kopfschmerzen sind Spannungskopfschmerzen, doch einige Warnsignale sollten zu einer fachärztlichen Abklärung veranlassen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie achten sollten.

Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden, die Patientinnen und Patienten bei Ärztinnen und Ärzten angeben. Bei vielen Betroffenen sind sie primär, meist vom Spannungstyp oder migränebedingt, und weisen nicht auf eine lebensbedrohliche Erkrankung hin. Wiederkehrende Kopfschmerzen können jedoch den Alltag, den Schlaf, die Arbeit und die Konzentration erheblich beeinträchtigen. Eine neurologische Konsultation ist besonders hilfreich, wenn die Schmerzen häufig auftreten, ihren Charakter verändern, auf die bisherige Behandlung nicht ansprechen oder eine strukturierte Diagnostik und die Auswahl eines sicheren Vorgehens erfordern.

Es gibt Situationen, in denen Kopfschmerzen eine rasche medizinische Abklärung erfordern. Dies gilt insbesondere für plötzlich auftretende, sehr starke Kopfschmerzen, die oft als „die schlimmsten im Leben“ beschrieben werden, für Schmerzen nach einer Kopfverletzung, für Kopfschmerzen mit Fieber und Nackensteifigkeit sowie für Schmerzen mit neurologischen Symptomen wie Seh-, Sprach- oder Gefühlsstörungen, verminderter Muskelkraft, Gleichgewichtsstörungen, Verwirrtheit oder Bewusstlosigkeit. Besorgniserregend sind auch Kopfschmerzen, die sich über Tage oder Wochen allmählich verstärken, sowie Kopfschmerzen, die erstmals nach dem 50. Lebensjahr auftreten. In solchen Fällen sollte man sich nicht auf Selbstbehandlung beschränken.

Der Neurologe führt während der Konsultation eine ausführliche Anamnese durch: Er fragt nach der Lokalisation der Schmerzen, ihrer Intensität, Dauer und Häufigkeit, nach begleitenden Symptomen, möglichen Auslösern, eingenommenen Medikamenten sowie Begleiterkrankungen. Wichtig ist auch die neurologische Untersuchung, mit der unter anderem das Empfindungsvermögen, die Muskelkraft, die Reflexe, die Koordination und die Funktionen der Hirnnerven beurteilt werden können. Je nach klinischem Bild kann der Arzt zusätzliche Untersuchungen empfehlen, zum Beispiel Laboruntersuchungen oder bildgebende Verfahren, aber nicht jeder Kopfschmerz erfordert eine Computertomographie oder Magnetresonanztomographie.

Bei der Diagnostik ist ein Kopfschmerztagebuch sehr hilfreich. Es lohnt sich, Datum und Uhrzeit des Schmerzbeginns, die Dauer, die Intensität, die Lokalisation, Begleitsymptome, mögliche Auslöser, eingenommene Medikamente sowie deren Wirksamkeit zu notieren. Solche Informationen erleichtern die Unterscheidung zwischen Migräne, Spannungskopfschmerzen, Kopfschmerzen durch den übermäßigen Gebrauch von Schmerzmitteln und anderen Ursachen der Beschwerden. Das Tagebuch hilft außerdem dabei zu beurteilen, ob die Behandlung tatsächlich eine Besserung bringt und ob eine Anpassung erforderlich ist.

Eine neurologische Konsultation bei ProfessMed ist sinnvoll, wenn Kopfschmerzen wiederkehren, stärker werden, ihren Charakter verändern oder den Patienten beunruhigen. Der Neurologe hilft dabei, die wahrscheinlichste Ursache der Beschwerden zu ermitteln, die weitere Diagnostik zu planen und eine Behandlung auszuwählen, die auf die Art der Schmerzen und den allgemeinen Gesundheitszustand abgestimmt ist. Einen Termin bei ProfessMed können Sie über ZnanyLekarz oder telefonisch unter +48 58 380 24 25 vereinbaren.