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Frühdiagnostik in der Rheumatologie

Die Zeit von den ersten Symptomen bis zur Diagnosestellung ist bei rheumatischen Erkrankungen von entscheidender Bedeutung. Ein schnelles Eingreifen kann dauerhafte Gelenkschäden verhindern.

Rheumatische Erkrankungen sind eine Gruppe von Krankheiten mit autoimmunem oder entzündlichem Hintergrund, die zu dauerhaften Schäden an Gelenken, Knochen und inneren Organen führen können. Von entscheidender Bedeutung ist eine frühzeitige Diagnose – in vielen Fällen führt eine Behandlung, die in den ersten Monaten nach Auftreten der Symptome eingeleitet wird, zu deutlich besseren Prognosen.

Symptome, die zu einer rheumatologischen Konsultation veranlassen sollten, sind: anhaltende Gelenkschmerzen und Gelenksteifigkeit (insbesondere Morgensteifigkeit, die länger als 30 Minuten anhält), Schwellung eines oder mehrerer Gelenke, dauerhaft erhöhte Entzündungswerte in Blutuntersuchungen sowie wiederkehrende muskuloskelettale Schmerzen ohne erkennbare Ursache.

Die rheumatologische Diagnostik umfasst die klinische Anamnese, die körperliche Untersuchung der Gelenke, Laboruntersuchungen (BSG, CRP, RF, Anti-CCP, ANA) sowie bildgebende Verfahren – am häufigsten Gelenkultraschall oder Röntgen, in ausgewählten Fällen auch Magnetresonanztomographie.

Die frühzeitige Einleitung einer krankheitsmodifizierenden Therapie (DMARD) ermöglicht es in vielen Fällen, das Fortschreiten entzündlicher Veränderungen zu hemmen und dauerhafte Gelenkdeformitäten zu vermeiden.