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Schmerzen der Lendenwirbelsäule und Ischias – wann sollte man einen Spezialisten aufsuchen?

Rückenschmerzen sind häufig die Folge einer Überlastung, doch Schmerzen, die ins Bein ausstrahlen, Taubheitsgefühle, eine verminderte Muskelkraft oder Probleme beim Wasserlassen erfordern eine ärztliche Abklärung.

Schmerzen der Lendenwirbelsäule gehören zu den häufigeren Gründen für einen Arztbesuch beim Orthopäden oder Physiotherapeuten. Bei vielen Patienten stehen sie im Zusammenhang mit Überlastung, langem Sitzen, eingeschränkter körperlicher Aktivität, einer Verletzung oder degenerativen Veränderungen. Rückenschmerzen allein bedeuten nicht immer eine ernsthafte Erkrankung, doch ihr Charakter, ihre Dauer und begleitende Symptome sind für das weitere Vorgehen von großer Bedeutung.

Ischias ist die umgangssprachliche Bezeichnung für Schmerzen, die vom unteren Rücken in das Gesäß und das Bein ausstrahlen, häufig im Zusammenhang mit einer Reizung oder Kompression einer Nervenwurzel. Begleitend können Taubheitsgefühle, Kribbeln, ein Schwächegefühl im Bein oder eine Verstärkung der Schmerzen beim Husten, Niesen oder längeren Sitzen auftreten. Die Beschwerden können unterschiedlich stark ausgeprägt sein – von milden Symptomen bis hin zu solchen, die das Gehen, den Schlaf und den Alltag deutlich einschränken.

Dringende medizinische Hilfe erfordern Alarmsymptome wie: plötzlich nachlassende Muskelkraft im Bein, eine zunehmende Lähmung, Störungen beim Wasserlassen oder Stuhlgang, Taubheitsgefühl im Dammbereich, Fieber mit starken Rückenschmerzen, Schmerzen nach einer schweren Verletzung oder Schmerzen bei einer Person mit einer Krebserkrankung in der Vorgeschichte. In solchen Situationen sollte man nicht auf einen regulären Beratungstermin warten oder sich allein auf Schmerzmittel beschränken.

Die Diagnostik von Rückenschmerzen beginnt mit einer Anamnese und einer körperlichen Untersuchung. Der Arzt oder Physiotherapeut beurteilt die Schmerzlokalisation, den Bewegungsumfang, die Muskelkraft, das Empfinden, die Reflexe sowie Faktoren, die die Beschwerden verstärken. Bildgebende Untersuchungen wie Magnetresonanztomographie oder Röntgen sind nicht immer sofort erforderlich. Ob sie durchgeführt werden, hängt vom klinischen Bild, der Dauer der Beschwerden, neurologischen Symptomen sowie dem Verdacht auf eine konkrete Schmerzursache ab.

Die Behandlung wird individuell abgestimmt. Bei einem Teil der Patientinnen und Patienten bilden Aufklärung, die schrittweise Rückkehr zur Aktivität und eine auf die Funktionsverbesserung ausgerichtete Physiotherapie die Grundlage. In anderen Fällen ist eine orthopädische, neurologische oder neurochirurgische Konsultation erforderlich, insbesondere wenn die Beschwerden stark ausgeprägt sind, wiederkehren oder mit neurologischen Defiziten einhergehen. Bei ProfessMed können Patientinnen und Patienten mit Rückenschmerzen eine fachärztliche Konsultation und Physiotherapie in Anspruch nehmen, sodass das weitere Vorgehen an die tatsächliche Ursache des Problems angepasst werden kann.