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Wann lohnt es sich, einen Endokrinologen aufzusuchen?

Müdigkeit, Gewichtsveränderungen, Herzklopfen, Menstruationsstörungen oder auffällige Ergebnisse von Hormonuntersuchungen können eine endokrinologische Beratung erforderlich machen. Erfahren Sie, wann es sinnvoll ist, einen Spezialisten aufzusuchen.

Ein Endokrinologe befasst sich mit der Diagnostik und Behandlung hormoneller Störungen. Das Hormonsystem umfasst unter anderem die Schilddrüse, die Nebenschilddrüsen, die Hypophyse, die Nebennieren, die Bauchspeicheldrüse, die Eierstöcke und die Hoden. Hormone beeinflussen viele Prozesse im Körper, daher sind die Symptome endokrinologischer Störungen oft unspezifisch und können das Körpergewicht, das Energieniveau, den Schlaf, die Herzfunktion, die Haut, die Menstruation, die Fruchtbarkeit oder den Stoffwechsel betreffen. Nicht jedes einzelne Symptom bedeutet eine hormonelle Erkrankung, aber wenn Beschwerden anhalten oder zunehmen, sollte dies mit einem Arzt besprochen werden.

Einer der häufigsten Gründe für eine endokrinologische Konsultation sind Schilddrüsenerkrankungen. Eine Schilddrüsenunterfunktion kann unter anderem mit Müdigkeit, Schläfrigkeit, Gewichtszunahme, Kälteunverträglichkeit, Verstopfung, trockener Haut oder Verlangsamung einhergehen. Eine Schilddrüsenüberfunktion kann sich durch Herzklopfen, Gewichtsverlust trotz Appetit, übermäßiges Schwitzen, Zittern der Hände, Unruhe oder Wärmeunverträglichkeit äußern. Diese Symptome sind jedoch nicht ausschließlich für Schilddrüsenerkrankungen charakteristisch, daher sind die ärztliche Untersuchung und die richtige Interpretation der Ergebnisse von entscheidender Bedeutung.

Ein Besuch beim Endokrinologen ist auch bei Menstruationsstörungen, Schwierigkeiten, schwanger zu werden, übermäßiger Behaarung, ausgeprägter Akne im Erwachsenenalter, Milchfluss außerhalb der Stillzeit, Verdacht auf das polyzystische Ovarialsyndrom, auffälligen Hormonwerten oder im Ultraschall der Schilddrüse festgestellten Veränderungen sinnvoll. Eine Konsultation kann ebenfalls angezeigt sein bei Verdacht auf Funktionsstörungen der Nebennieren, der Hypophyse, der Nebenschilddrüsen oder des Kalzium-Phosphat-Stoffwechsels.

Die endokrinologische Diagnostik beginnt mit einem Anamnesegespräch und der Untersuchung des Patienten. Der Arzt fragt nach der Dauer der Beschwerden, chronischen Erkrankungen, eingenommenen Medikamenten, Ergebnissen früherer Untersuchungen, der Familienanamnese sowie nach Veränderungen des Körpergewichts, des Menstruationszyklus oder des allgemeinen Wohlbefindens. Je nach Problem kann er Laboruntersuchungen empfehlen, wie TSH, fT4, fT3, Schilddrüsenantikörper, Glukose, Insulin, Cortisol, Prolaktin oder andere Hormone. Manchmal sind auch bildgebende Untersuchungen erforderlich, am häufigsten ein Schilddrüsenultraschall.

Zum endokrinologischen Termin sollten Sie bisherige Blutuntersuchungsergebnisse, Ultraschallbefunde, Entlassungsberichte aus dem Krankenhaus, Unterlagen zu früheren Behandlungen sowie eine Liste der eingenommenen Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel mitbringen. Eine Hormontherapie sollte nicht eigenständig begonnen oder abgesetzt werden, ausschließlich auf Grundlage eines einzelnen Untersuchungsergebnisses. Bei ProfessMed ermöglicht die endokrinologische Konsultation eine Beurteilung der Beschwerden, die Planung der erforderlichen Diagnostik und die Festlegung des weiteren Vorgehens entsprechend der individuellen Situation des Patienten.